Frankfurt 15.02.2017 –– Wenn eine Bank mit vorwiegend institutionellen Anlegern und großen Unternehmen den Strafzins der EZB an ihre Kunden weiter gibt, ist der mediale Aufschrei groß – selbst der Tagesschau war es Anfang Februar eine Meldung wert, dass die Hamburger Sparkasse ein mit ihren Großanlegern individuell verhandeltes Verwahrgelt für das jeweilige Kontoguthaben verlangt. Dabei finden wir dieses Vorgehen absolut nachvollziehbar. Schön wäre unserer Meinung nach, wenn der Strafzins an Anleger mit einer Million und mehr auf dem Konto weitergegeben würde, Privatkunden dafür jedoch von weiteren Gebührenerhöhungen verschont blieben. Vermutlich wird es jedoch so sein, dass die erhöhten Kontogebühren für Privatkunden unverändert gelten, die Banken ihre Großkunden dagegen wieder entlasten, sobald die EZB den Strafzins senkt.